WM Szeged - Rückblick
Montag, den 11. September 2006 um 11:28 Uhr
Die WM in Szeged war ein Erlebnis, das schon mit einer sehenswerten Eröffnungsfeier auf der Freilichtbühne am Domplatz in Szeged begann. Auch die Begeisterung der ungarischen Fans, die in Massen mit allen möglichen Lärminstrumenten zur Regattastrecke strömten, muss man einfach gesehen haben.
Auch wenn es heuer keine Medaille wurde - die anderen Nationen wollen auch gewinnen - war die Leistung der Mädels toll, sich in diesem starken Feld durchzusetzen und 2x ins A-Finale zu paddeln!
Der 6. Platz über 500m bestätigt erneut, dass mit Vicki und Petra jederzeit zu rechnen ist, wenn es um die Vergabe der Medaillen geht. Die Dichte in der Weltspitze war heuer ziemlich hoch, lagen im letzten Jahr noch 3,7 Sekunden zwischen Platz 2 und Platz 9, waren es heuer nur noch 1,5 Sekunden. Die Ungarinnen fahren nach wie vor in einer anderen Liga, aber ihr Vorsprung auf Platz 2 hat sich immerhin von 2,7 Sekunden auf 1,4 Sekunden verkürzt.
Negativ war allerdings die Tatsache, dass man als Zuschauer vom Parkplatz bis zur Ziellinie mindestens 2,5 km gehen musste, es konnten aber auch 4 km sein, je nach dem, wo man parken konnte - und das in der prallen Sonne bei bis zu 35 Grad im Schatten. Wollte man nicht zweimal diese Wanderung machen, musste die Mittagszeit auf der Strecke verbracht werden, wieder in der prallen Sonne, da die wenigen Schattenplätze von den Ungarn hartnäckig verteidigt wurden. Unzumutbar für ältere Personen, was wir aus einigen Gesprächen heraushören konnten! Einen Shuttlebus, wie bei der letzten WM, gab es heuer nicht mehr.
Außerdem bekam man keine Startlisten und da die ungarischen Fans soviel Lärm machten, konnte man auch den Sprecher kaum verstehen. Somit sah man zwar die Rennen, wusste aber teilweise gar nicht, wer da fuhr, zumal die Videowand etwas klein war und auch die Ergebnisse nicht immer eingeblendet wurden.
Einige Tipps für zukünftige Weltmeisterschaften in Szeged: Fahrräder sind von Vorteil, auch wenn das Abstellen beim 1000er-Start etwas kostet. Rollerskates sind auch brauchbar. Nicht vergessen sollte man einen Sonnenschirm und ein Handtuch zum Abwischen des Schweißes! Ein Feldstecher ist ebenfalls nützlich. Internetanschluss im Quartier mit Druckmöglichkeit wäre gut, damit man am Vortag die Startlisten für die nächsten Rennen ausdrucken kann.
Trotzdem - Ungarn war eine Reise wert!

WM Szeged 06